Und auf einmal ist alles anders

 

Das Fenster weit aufmachen und dann drauf los musizieren, und zwar so, dass es alle hören.

 

Wenn das jemand im Februar zu uns gesagt hätte, hätten alle nur gelacht. Bei offenem Fenster musizieren? Nie, nie, niemals!

 

Doch mit den Kontakteinschränkungen wegen Covid 19 hat sich für alle von uns sehr viel verändert. Mittlerweile ist es ja fast schon normal, dass jeder für sich alleine bleibt. Kein Musikunterricht, keine Proben in den kleineren Gruppen und Ensembles, keine Orchesterproben. Die Bläserklasse liegt auf Eis und keiner weiß für wie lange noch.

 

Zum Glück ist der Mensch im allgemeinen und der Musiker im besonderen ein kreatives Lebewesen. Da wird allerorten der Musikunterricht über die Handykamera, übers Tablet oder den PC abgehalten und auch die Musiker im Musikverein bekommen ihre Arbeitsaufträge von Norbert Hofmann über eine WhattsApp Nachricht übermittelt. Einschließlich das Lob am Ende der Stunde.

 

 

Und sehr viele machen begeistert mit. Die Motivation ist so auf jeden Fall wesentlich größer als wenn jeder nur einfach so vor sich hinüben müsste.

 

 

Gleichzeitig erreichte die Musiker auch ein zunächst bayernweiter Aufruf. Die Aktion "Musik aus dem Fenster" wurde aus der Taufe gehoben. Sehr, sehr viele Musiker folgten der Aufforderung und das erste Stück dieser Aktion "Ode an die Freude" erklang aus den Häusern.

 

Mittlerweile ist es in ganz Deutschland gute Tradition geworden immer am Sonntag um 18 Uhr aus dem Fenster oder auf dem Balkon zu musizieren. Es gibt sogar bereits GEMA-freies Notenmaterial dafür, das der RundelVerlag, bei uns über den Nordbay. Musikbund, in Umlauf bringt.

 

Und auch die Kirchengemeinden riefen dazu auf, am besten täglich kurz nach 19 Uhr das Lied "Der Mond ist aufgegangen" anzustimmen. Und auch hier machten, und machen immer noch, viele wieder mit. In Rehau jeden Tag in einer anderen Straße.

 

Musik verbindet, auch wenn wir Abstand voneinander halten müssen.

 

 

Im Moment wissen wir nicht wie lange das alles noch dauern wird. Wir wissen nicht welche Veranstaltungen noch abgesagt werden und wie unser Vereinsleben in den nächsten Wochen aussehen wird. Wir können auch noch nicht sagen wann das Orchester wieder zusammen proben kann und ob wir irgendwann ein Konzert spielen werden.

 

Aber wir haben die Musik! Sie hilft uns über die schwierigen Zeiten und über alle Klippen hinweg. Wir spielen, wohl einzeln, aber nicht einsam, weil wir wissen da draußen sind noch ganz, ganz viele Musiker, und jeder macht das Beste aus der derzeitigen Situation.

 

Also, bleibt gesund - wir sehen und hören uns!

 

 

 

 

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Wie lange noch?

01.06.2020

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