Markus Hilbig

01.12.2017

 

 

Heute ist der Geburtstag von unserem Markus Hilbig. Wir sind sehr froh, dass dieser talentierte und charmante Mensch bei uns ist.

 

Lieber Markus, wir gratulieren Dir sehr herzlich und wünschen Dir Gesundheit, Glück und alles Gute!

 

 

 

Welches Instrument spielst Du?

 

Ich spiele Saxophon. Als Kind habe ich mal Akkordeon gelernt und da etwa 7/8 Jahre gespielt. Dann als Jugendlicher (wie das halt oft so ist) keine Lust mehr gehabt und aufgehört. Dann habe ich die ganzen Jahre keine Musik mehr gemacht. Es war für mich nicht mehr interessant.

Etwa mit 43 habe ich dann mit dem Saxophon zu liebäugeln angefangen aber es doch gescheut zu lernen, weil ich dachte, dass das ziemlich schwierig werden würde.  Irgendwann habe ich mich aber doch aufgerafft und eine Probestunde beim Musikverein absolviert — und das hat mir richtig gut gefallen.

 

Ich habe dabei relativ schnell dem Instrument ganz ordentliche Töne entlocken können und so hab’ ich mich dann entschlossen Unterricht zu nehmen. Aber ich dachte damals überhaupt nicht daran in der Stadtkapelle Rehau mitzuspielen. Ich wollte das hauptsächlich für mich machen.

 

Aber als ich drei Jahre Unterricht hatte sind einige Musiker vom Verein auf mich zugekommen und haben gefragt, ob ich nicht im Orchester mitspielen würde. Obwohl ich es anfangs nicht wollte habe ich mich Gottseidank überzeugen lassen und dabei die Erfahrung gemacht, dass es wesentlich schöner ist in einer Gruppe zu spielen, weil der Gesamtklang, das Volumen wirklich toll ist. Ich bin richtig glücklich und fühle mich wohl, denn der Musikverein ist eine schöne Gemeinschaft. Z. B. wird sich nach der Probe meist noch zusammengesetzt und das gefällt mir wirklich sehr.

 

Welches Saxophon spielst Du?

 

Ich spiele Alt-Saxophon und in der Stadtkapelle die 2. Stimme. Da kann man sich manchmal auch ein bisschen hinter der 1. Stimme «verstecken», die ja doch meist die Führung hat. Und ich habe auch keine Ambitionen auf die erste vorzurücken, denn da müßte ich doch noch mehr Energie und Zeit investieren. Ich bin also mit der zweiten ganz zufrieden.

 

 

Aber wenn Dich jemand fragen würde ob Du doch auf die erste gehen würdest?

 

Na dass müßte ich mir überlegen. Sicher hätte ich von meinem jetzigen Stand aus die Zeit noch mehr zu üben. Aber ich habe es eigentlich nicht vor. Übrigens hat jeder die Zeit wenn er es wirklich möchte. Und man muß es ja nicht alles aus dem Stand schaffen. Sowas muß ja auch wachsen.

 

Du sagtest dass Du mit 44 begonnen hast zu lernen. Hattest Du Angst davor?

 

Ja klar. Ich dachte schon, dass es nicht so einfach werden würde. Und im Nachhinein habe ich auch gesehen welche größeren Fortschritte mein Sohn machte, der ein Jahr nach mir begonnen hatte Saxophon zu lernen. Wie gesagt habe ich länger gebraucht, aber das war trotzdem gut zu schaffen für mich, auch wenn ich nicht jeden Tag 1–1 ½ Stunden übte. Ich habe es halt so gehalten, dass es für mich und meine Familie vereinbar war und das hat funktioniert. Natürlich könnte man immer mehr üben. Aber jeder muß das für sich entscheiden und für mich ist es gut so wie es ist.

 

Wie bist Du zu Deinem ersten Instrument gekommen? Hast Du sofort eines gekauft?

 

Nein. Anfangs hatte ich ein Leihinstrument vom Musikverein und als ich merkte, dass das etwas ist, was ich länger machen möchte, habe ich mich dazu entschlossen ein eigenes Instrument zu kaufen.

 

Das haben wir bei meinem Sohn ganz genau so gemacht. Leider hat er dann aufgehört, was ich wirklich sehr bedauere, denn er hatte Talent. Auch weiß ich, dass man das, was man in jungen Jahren lernt, nicht mehr vergißt. Das habe ich z. B. bei mir mit dem Akkordeon gemerkt. Das ist relativ leicht wieder wachzurufen.

 

Man kann die Noten und auch das Takt-/Rhythmusgefühl ist schnell wieder da. Damit gelingt der Wiedereinstieg relativ leicht. Das ist ähnlich wie beim Fahrradfahren.

 

Hast du Knopfakkordeon oder das hier in Deutschland «Normale» gespielt?

 

Das «Normale»! Rechts die Tasten und links die Knöpfe für den Bass.

 

 Welchen Unterschied gibt es denn zwischen dem Saxophon und dem Akkordeon? Was ist in Deinen Augen schwerer zu spielen, wenn man es überhaupt vergleichen kann?

 

Rein körperlich finde ich das Blasinstrument schon erheblich anstrengender. Mit dem Akkordeon zieht man den Balg halt auf und zu und reguliert darüber die Lautstärke. Das ist relativ einfach. Sicher ist dann noch die Koordination zwischen rechter und linker Hand beim Akkordeon. Aber das ist reine Übungssache, das kann jeder lernen.

 

Beim Saxophon finde ich halt, dass es anstrengender ist wenn man lange Töne aushalten, ganze Phrasen spielen, muß. Und dann ist da auch noch der Ansatz, d. h. die Mundspannung die man aufbauen muß, um einen Ton zu erzeugen. Das Bedarf schon einiger Übung. Und — der Ansatz geht ohne ständiges Üben sehr schnell verloren.

 

Ganz besonders merkt man die Anstrengung bei den Festzügen. Es ist was ganz anderes im Sitzen/Stehen oder im Laufen zu spielen. Bei Letzterem wird doch noch eine ganze Menge mehr Luft benötigt. Vor allem, wenn es dann noch bergan geht.

 

Was würdest Du jemanden sagen, der als etwas Älterer mit einem Instrument beginnen will und zu uns kommen möchte?

 

Ich würde ihm unbedingt zuraten. Auf jeden Fall sollte er es probieren. Wenn es ihm nicht gefällt, kann er immer noch ein anderes Instrument ausprobieren, welches dann vielleicht besser zu ihm paßt.

 

Ich aus meiner Sicht bin wirklich froh, dass ich den Schritt gemacht habe. Die Proben im Verein sind lustig — oder sagen wir: Sie finden in angenehmer Atmosphäre statt. Alles meist ganz entspannt.

 

Alle Menschen waren von Anfang an herzlich und freundlich und das Gesellige kommt, wie vorhin schon gesagt, auch nicht zu kurz. Und beim Feierabendbier wird gern auch mal über private Sachen «geplauscht» und nicht nur über Musik und das finde ich beim Musikverein auch wirklich toll.

 

 

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