Helmut Schörner – einer der 13

20.06.2017

 

 

Helmut Schörner ist im Verein sehr bekannt, weil er einer der 13 ist.

 

Er ist Saxophonist im Orchester und hatte fast schon alle Positionen des Vereins inne – vom Ausschußmitglied über den Schriftführer, Kassier, 1. Vorsitzender. Seit über 20 Jahren ist er jetzt 2. Vorsitzender.

 

 

 

Wie alt warst du als du im Verein zu spielen begonnen hast?

 

14. Mein Klarinettenlehrer hat 1978 irgendwie erfahren, dass es da eine neue Musikgruppe gibt in Rehau (damals war es noch kein Verein). Ich selbst habe das nicht mitbekommen. Er wollte mich, denke ich, da ein bisschen motivieren. Und deswegen bin ich dann das erste Mal hin gegangen, zusammen mit einem weiteren Schüler meines Lehrers – ich denke das war so im Frühjahr 1978.

 

Wie hast du dein Instrument zu lernen begonnen?

 

Begonnen hat alles mit meinem Nachbarn Alfred, der auch Klarinette gespielt hat. Da war ich etwa 10. Er hat gemeint, dass es doch ganz schön wäre, wenn ich auch ein Instrument lernen würde. Und was lag da näher als Klarinette. Von ihm habe ich dann die ersten «Klarinettentöne» beigebracht bekommen. Aber ich hatte nicht so viele Interesse am Anfang und wenig geübt, muss ich ehrlich sagen.

 

Er hat das schnell gemerkt und mich zu einem Lehrer nach Rehau, den Hagers Gerhard gebracht. Da ging ich dann 1 x pro Woche am Abend hin und das war richtig familiär bei ihm. Üben war aber immer noch nicht meine Sache gewesen. Wirklich motiviert hat mich dann tatsächlich erst das Mitspielen beim Musikverein.

 

Als du Klarinette zu spielen begonnen hast wegen deinem Nachbarn - hast du später nie gedacht irgendein anderes Instrument zu lernen – z. B. Klavier oder Geige ..?

 

Ab und an kam mal die Idee noch was anderes zu spielen. Aber ich habe schnell gemerkt, dass ich viel Zeit investieren müßte, um das einigermaßen ordentlich hinzukriegen. Denn nur ein bisschen «rumklimpern» wollte ich nicht. Und diese Zeit hatte ich nicht oder – anders gesagt - die Prioritäten habe ich damals anders gesetzt. So blieb es dann bei Klarinette und Saxophon.

 

 

Saxophon hast du dann auch gespielt?

 

Am Anfang nicht. Aber bei manchen Stücken wechselten die Klarinettisten auf Saxophon und so mußte dann nach kurzer Zeit ein Tenorsaxophon her. Saxophon ist artverwandt mit der Klarinette und man kann, mit ein bisschen Übung, nach relativ kurzer Zeit auch ganz passabel spielen.

 

Warum Verein? Nicht Mädels oder Autos, warum die Musik?

 

Wir hatten zu der Zeit noch einen kleinen Bauernhof - und da gab es immer ziemlich viel Arbeit. An Autos und Mädels habe ich da eher weniger gedacht und konnte in dem Moment so viel nicht daran finden (vielleicht war ich ja auch ein bisschen später dran). Auf jedem Fall war da dann frühzeitig die Musik. Und der Musikverein, das Orchester, haben mich wirklich sehr motiviert.

 

Welches Instrumente spielst du jetzt im Orchester?

 

Im Moment Saxophon. Wobei ich seit einiger Zeit mit dem Baritonsaxophon die Bass-Stimme spiele, um die Tuba zu unterstützen. Vorher war es jahrelang das 1. Altsaxophon.

 

Du bist dein ganzes Leben mit dem Verein verbunden. Hast im Verein gespielt seit du 14 bist. Mit welchen Worten/Eigenschaften würdest Du diese Zeit beschreiben?

 

Freude; Verantwortungsbewußtsein; Verbundenheit mit dem Verein, den Menschen; Spaß an der Musik; Heimatgefühl.

 

Wie kam es zum Vereinshaus, dessen Existenz zu einem guten Teil dein Verdienst ist? Erzähl, wann und wie dass passierte.

 

Wir hatten am Anfang in der Pestalozzischule und später in der Gutenbergschule geprobt. Aber immer wieder hieß es. Den Raum brauchen wir jetzt für andere Dinge und so mußten wir immer wieder umziehen. Und dazu kam, dass sich je länger so ein Verein existiert, immer mehr Dinge ansammeln. Das beginnt bei Noten und Instrumenten und hört bei Vereinskleidung und Dokumenten auf.

 

Die einzelnen Dinge waren bei verschiedenen Musikern und Verantwortlichen gelagert und manchmal wußte man gar nicht mehr wer was hat. Eine nicht wirklich toller Zustand. Außerdem mußte man immer den Hausmeister der Schule fragen bzw. vorher anmelden,

wenn man rein wollte.

 

Zu der Zeit hatten wir schon immer mal wieder von einem eigenen Haus geträumt, aber wegen der damit verbundenen hohen Kosten

nicht wirklich ernsthaft daran gedacht mal selbst eines zu haben.

 

 

Bei einem Saisonabschlußfest – ich glaube 1997 – bei mir in Sigmundsgrün kamen wir dann wieder auf dieses Thema und irgendwie auf die alte Weberei in der Roßbacher Straße in Rehau, obwohl man direkt daran vorbeifährt war die von außen kaum zu sehen. Dort war alles zugewachsen. Wirklich wie im Märchen – ganz versteckt. Und hätte nicht Norbert (Hofmann. – MVR) einen Tipp bekommen, dass die verkauft werden soll – wir selbst wären wohl nie darauf gekommen.

 

Nach einer Erstbesichtigung haben wir überlegt, ob und wie wir es schaffen könnten, denn es reichte ja nicht das Haus zu kaufen. Das mußte ja für unsere Bedürfnisse renoviert/umgebaut werden. Aber die Aussicht auf ein eigenes Vereinshaus hat alle motiviert.

 

Dann, auf einer Mitgliederversamlung wurde der Kauf dann beschlossen und am 30. September 1997 wurde schon der Kaufvertrag geschlossen. Letztlich hat das alles weniger als 3 Monate gedauert.

 

Und ich war plötzlich der Bauverantwortliche gewesen. Da gab es eine Menge zu organisieren, aber ich habe auch selbst sehr viel – mit einigen weiteren Aktiven und Mitgliedern – Hand angelegt.  Es durfte ja nicht zuviel kosten. Und im Frühjahr 1997 war es dann endlich soweit. Wir konnten unser neues Haus einweihen.

 

Ihr suchte neue Mitglieder. Was würdest du den Menschen sagen/zurufen warum sie zu euch kommen sollen?

 

Wenn ihr Freude an der Musik habt und an eurem Instrument, ist das eine tolle Sache im Musikverein zu musizieren. Eine Gemeinschaft,

in der man aber auch wirklich Freunde finden kann. Ein bißchen Anstrengung ist aber schon auch dabei (lacht).





 

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